Outfit: Das Seidenkleid // Die Kunst, Nähe zuzulassen

„Alles okay?“
„Ja. …Nein…“
„Was ist los?“
„Weiß ich nicht.. Kann ich nicht sagen. Mir geht es allgemein komisch“, sage ich und schlinge meine Arme um meine angewinkelten Beine, mach mich so klein wie möglich.
„Was dagegen… wenn ich dich in den Arm nehme?“
Schüchtern lehne ich mich ein wenig nach vorn, sodass er seinen Arm um mich legen kann. Diese Berührung ist mir unangenehm und eigentlich viel zu viel, aber ich lege meinen Kopf an seine Brust, immernoch zusammengerollt zu einem kleinen Haufen. Und so verharren wir, er fragt nicht. Er sitzt da mit einer kleinen Kugel im Arm, mir, einem Häufchen Elend. Ich schließe die Augen und lasse seine Nähe zu.

Da ist diese nicht zu beschreibende Schranke, die einen von der Außenwelt trennt und andere Menschen wegstößt.
Menschliche Nähe zuzulassen kann schwierig sein.
Manchmal brauche ich so dringend Gesellschaft, brauche irgendeine Person, die bei mir sitzt und ein anderes Mal stoße ich sie fort.
Ich denke, dass jeder dieses Gefühl kennt. Man kann niemanden an sich lassen, fühlt sich unwohl, wenn man jemandem zu nahe kommt.

Vor allem dann, wenn man erst vor Kurzem enttäuscht wurde, wenn man selbst jemanden verlassen oder verletzt hat.
Und dann konnte man sich grade losmachen von einer betsimmten Person, vielleicht nach einer langen Beziehung und man ist plötzlich frei – vielleicht schmeckt diese neue Freiheit so gut, dass man sie unbedingt aufrecht erhalten will, vielleicht denkt man auch, dass man auf keinen Fall wieder den gleichen Fehler machen möchte. Und so will man sich noch nicht auf eine neue Person einlassen. Auf Nähe.

„Vielleicht würde ich dich küssen – aber erwarte bitte nicht, dass ich hinterher deine Hand halte.“

Wir verbringen einen schönen Abend miteinander, doch als er mich fragt, ob wir uns wiedersehen, zögere ich.

Ich verwirre die Menschen, stoße sie erst fort und will sie dann zurück. Doch ist dies unmöglich. Ich entferne mich so sehr und ziehe mich selbst in die Einsamkeit. Und vielleicht weiß ich das.

Vielleicht gab es dann einen Menschen, der mich ins Leben zurück holt, der mit seiner Art, mir zu begegnen, mein Herz füllt, dessen Nähe sich gut anfühlt.

blog19

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Outfit:
Kleid: Second Hand
T-Shirt: H&M
Schuhe: BIRKENSTOCK
Jacke: H&M (sehr alt)

16 Gedanken zu „Outfit: Das Seidenkleid // Die Kunst, Nähe zuzulassen

  • 13. September 2016 um 21:47
    Permalink

    Das ist aber doch alles völlig in Ordnung, wenn man sich nicht wohlfühlt. Das wird dann unterbewusst vielleicht wahrgenommen oder so. Dann kommt irgendwann die richtige Person und es kommt natürlich und ohne Zwang. Ich glaube nicht, dass du keine Nähe zulassen kannst, sondern dass du einen guten Schutzmechanismus hast!

    xx, rebecca
    awayinparadise.blogspot.de

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  • 21. September 2016 um 15:51
    Permalink

    Das Outfit ist wirklich richtig schön! Gefällt mir sehr sehr gut 🙂
    Und der Text ist toll geschrieben !

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  • 2. Oktober 2016 um 22:54
    Permalink

    Abgesehen von diesem großartigen Outfit finde ich es wirklich klasse, dass du dir bei deinen Texten immer so Mühe gibst!

    XX aus Nürnberg
    Jecky
    Want Get Repeat

    Antworten
  • 16. Oktober 2016 um 20:49
    Permalink

    Ein wunderschönes Outfit und mal wieder ein wohl eben so wundervoller Text.
    Ich mag es, wie du einen immer wieder zum Nachdenken anregst mit deinen Worten.

    Liebste Grüße
    Mai von SPARKLEANDSAND.com

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  • 11. Januar 2017 um 10:37
    Permalink

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  • 14. August 2017 um 0:24
    Permalink

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