Outfit: Das Kleine Schwarze #sporty // Wann ist man eine „Schlampe“?

„In dem Club sind echt nur Schlampen.“
Ich frage ihn, was genau er damit meint.
„Na ja, die machen andauernd mit ‘nem Anderen rum.“
„Und dein Kumpel? Der legt auch jede Woche ‘ne andere flach. Ist er auch eine Schlampe?“
Er lacht. Meint nur sowas wie „Das versteht ihr Frauen nicht.“ und für ihn ist das Gespräch beendet.

Was genau macht einen denn zur Schlampe?
Mehrere Partner zugleich zu haben? Sich aufreizend anzuziehen? Niedrige Ansprüche an Sexualpartnern zu haben? Häufige One-Night-Stands? Sex ohne Gefühle?

Eine Frau sollte sich nicht unter Druck gesetzt fühlen, einen Partner zu wählen, der in den Augen der Anderen in Ordnung ist.
Keine Frau sollte tun müssen, als wolle sie noch keinen Sex, nur, um nicht zu „billig“ zu wirken. Oder sich dafür schämen, mit wie vielen Männern sie geschlafen hat.
Männer, die Helden, geben damit an, wie viele Frauen sie wieder flachgelegt haben, aber Frauen sind bloß Schlampen?

Wenn ein Mann seine Freundin mit einer anderen Frau betrügt, wird oft diese Frau als „Schlampe“ abgestempelt, schließlich hatte sie was mit einem vergebenen Mann. Ob sie davon wusste, wird gar nicht unbedingt gefragt.
Vor Allem kommt es auch vor, dass man als Schlampe beschimpft wird, wenn man jemanden zurückweist. „Du arrogante Schlampe!“
Es ist meine Sache, wem ich näher kommen möchte und wem nicht. Und zu welchem Zeitpunkt.
Wenn beide Seiten ja sagen, sollte daran nichts verwerflich sein. Weder für den Mann noch für die Frau.
Wie ich schon in anderen Texten betont habe, ist Ehrlichkeit die Devise.

Vor Kurzem stand ich in einer Runde mit ein paar Leuten. Eine Freundin erzählte, dass sie im Moment viele Dates hat, obwohl sie noch gar nicht bereit für was Neues ist. Sie mag es einfach, sich „begehrt“ zu fühlen.
Eine andere erzählte, dass sie in letzter Zeit mehrere One-Night-Stands hatte und wurde mit hochgezogenen Brauen „billig“ genannt.

Frage: Ist es verwerflicher, mit den Gefühlen anderer Menschen zu spielen, oder sich gegenseitig ein wenig unverbindlichen Spaß zu schenken?

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Outfit:
Kleid: H&M
Sneaker: H&M
Backpack: H.I.S (Vintage)
Necklaces: Forever21

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8 Gedanken zu „Outfit: Das Kleine Schwarze #sporty // Wann ist man eine „Schlampe“?

  • 9. Oktober 2016 um 18:29
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    Cooles Outfit und wichtige Fragen, die du in deinem Text aufgeworfen hast. Ich bin schon der Meinung, dass diesbezüglich ein immer größeres Umdenken in der Gesellschaft stattfindet und vielen, die solche Aussagen tätigen/getätigt haben, sich dem Paradox ihrer Worte langsam bewusst werden. Klassischer Fall von nicht nachgedacht und sozial akzeptiert, so über Frauen reden zu dürfen. (wobei Frauen sich ja auch gern selbst so betiteln, musste ich mit Verwunderung feststellen)

    http://lizinview.blogspot.co.at/

    Antworten
  • 14. Oktober 2016 um 10:40
    Permalink

    Sehr schönes Outfit und ein interessantes Thema, über das man stundenlang diskutieren könnte. Ich mag das Bewertungssystem unserer Gesellschaft nicht und verstehe auch nicht, wie man sich das Recht herausnehmen kann andere (oft sogar unbekannte) Menschen zu bewerten, zu beurteilen und zu verurteilen. Soll doch jeder tun, worauf er Lust hat! Wenn eine Frau gerne ihre Partner wechselt, sich sexy anzieht usw., dann ist das doch in Ordnung. Wem schadet sie damit?

    Antworten
  • 14. Oktober 2016 um 20:22
    Permalink

    Super tolles Outfit. Ich finde, dass unsere Gesellschaft immer noch in Schubladen denkt und man ganz schnell in dieser landet, wenn man nicht zur Norm gehört. Ich wehre mich eigentlich dagegen, aber passe mich dennoch an irgendwie. Schade eigentlich 😉

    LG Christine

    von http://pretty-you.de/

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  • 15. Oktober 2016 um 23:24
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    Also ich muss hier mal eine Lanze für Männer brechen.
    Es ist für einen Mann sehr viel schwerer ein Mädel zu bekommen als umgekehrt. Wenn ein Typ seine Freundin mit einer anden betrügt, ist das Verhalten von beiden verwerflich. Na klar kann man sich als Frau 100 Typen anlachen, wir leben in einem freien Land, aber macht das wirklich glücklich?
    Und ja ich sehe es als moralisch verwerflich an wenn ein Mädel einen ,,Typen auf Abruf“ hat den sie nach belieben ausnutzt. Und wir reden hier über Gefühle und Emotionen, in dem Fall einer Person vorzuwerfen sie sei eine Schlampe ist vielleicht nicht gerechtfertigt jedoch aus der Lage heraus verständlich.
    Ich denke, dass wenn man jedes Wochenende einen anderen Typen hat und damit leben kann, sollte man auch so erwachsen sein und die Bezeichnung ,,Schlampe“ überleben.
    Und vielleicht ist die Bezeichnung Schlampe gerechtfertigt wenn man mit den Gefühlen von anderen spielt
    LG Dennis

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  • 15. Oktober 2016 um 23:35
    Permalink

    Ich als Frau habe genügend Selbstvertrauen um mich nicht jedes Wochenende benutzen zu lassen wie eine Schlampe. Mal ehrlich wenn es befreiend sein soll als Frau sich jede Woche nageln zu lassen bin ich raus. Wahrscheinlich bist du selber diese Freundin von der du sprichst, komm mal auf dein Leben klar und hol dir mal dein Selbstrespekt wo anders her.

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    • 18. Oktober 2016 um 11:08
      Permalink

      Es geht keines Falls darum, sich benutzen zu lassen, eben ganz im Gegenteil. Darum, das zu tun, was man selbst gut findet.
      Ich will hier niemanden davon überzeugen, dass es gut tut oder befreiend ist, was ich beschreibe..

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  • 23. Oktober 2016 um 21:35
    Permalink

    Ich denke, dass niemand etwas tun muss, was er nicht machen will und jeder das machen kann, was er möchte solange er respektvoll ist. Wenn beide nur ihren Spaß haben wollen, dann ist das doch alles super. Ich finde zudem nicht, dass andere Leute sich in mein Leben einmischen sollten und ich brauche mir ehrlich gesagt auch keine Gedanken darüber machen, was andere über mich denken. Ich mache das, was für mich und meine direkten Mitmenschen passt!

    xx, rebecca
    rbcmrm.blogspot.de

    Antworten
    • 23. Oktober 2016 um 21:36
      Permalink

      Achja, ich glaube auch, dass es mittlerweile leider einfach ein Ausdruck geworden ist, genauso, dass etwas „schwul“ sei, obwohl es von der realen Definition komplett abweicht.

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